GUT LEBEN liegt im denkmalgeschützten Ortskern von Westhofen, mitten in der abwechslungsreichen Weinkulturlandschaft Rheinhessens. Es vereint das ehemalige Weingut Keller, erbaut 1895/99, und den 1507 erstmals urkundlich erwähnten Trappischen Hof.

Das über die Jahrzehnte hinweg in mehrere Grundstücke aufgeteilte Weingut Keller wurde nach jahrelangem Dornröschenschlaf in seine ursprünglichen Grundstücksgrenzen zurückgeführt, wiederaufgebaut und liebevoll saniert und restauriert. Erweitert wurde das Gelände darüber hinaus um den angrenzenden Trappischen Hof, mit zugehörigen Wirtschaftsgebäuden. Besonders die alte Villa Keller ist ein architektonisches Schmuckstück. Sie verbindet sich mit der historischen Gartenanlage und den alten Fachwerkgebäuden zu einem einzigartigen Ensemble. Jedes der Gebäude hier hat seine eigene, unverwechselbare Atmosphäre, die dank der sensiblen Sanierung auch für heutige Besucher noch zu spüren ist. Überall eröffnen sich malerische Blicke – auf den Garten, die Villa oder die ehemaligen Wirtschaftsgebäude.

Bei dem gesamten Bauvorhaben wurde besonderer Wert auf möglichst originalgetreue Wiederherstellung der denkmalgeschützten Gemäuer und Verwendung möglichst umweltschonender Materialien gelegt. Ein traditionsreicher Ort in authentischem Ambiente für anspruchsvolle Genießer wurde hier für Sie geschaffen.

 Der namhafte Architekt

Geplant hatte das Gebäude der renommierte Architekt Hermann Haldenwang, der um 1880 nach Worms kam. Dieser war der seinerzeit produktivste und namhafteste Privatarchitekt in der Region. So entwarf er auch die Villa Wolf in der Osthofer Straße und baute die Grotte im Heylshofpark. Ebenso war er Planer für die Gaststätte Fischereck in der Wormser Rheinstraße, für Gebäude in der Gewerbeschulstraße sowie für Villen in der Donnersbergstraße und Parkstraße in Worms. An einigen dieser Gebäude kann man deutlich den Wandel vom Historismus zum Jugendstil ablesen.

  • Die Gaststätte Fischereck: Eine verwinkelte Gebäudegruppe im üppigen, gotischen Stil.
  • Das Doppelhaus in der Gewerbeschulstraße: Ein qualitätvolles Mehrfamilienhaus im frühen Jugendstil.
  • Das Kanzelhaus in der Donnersbergstraße: Eine Villa im Landhausstil mit historisierenden Reminiszenzen.
  • Die Doppelvilla in der Parkstraße: symmetrisch angelegt im romantisierenden Landhausstil.

Der Trappische Hof

Die älteste Nachricht über dieses Anwesen stammt vom Jahr 1507. Schon damals durchlief das Bauerngut viele Besitzübergänge, nachdem Peter Lauberlin und dessen Ehefrau das stattliche Bauernhaus und andere Teile des Anliegens an den neuen Erbbeständer Niclaus Steruff weitergaben. Da dieser noch unmündig war, wurde der Hof daraufhin an Elisabeth Trapp weitergegeben, die dort zusammen mit ihren Söhnen eine größere Landwirtschaft betrieb. Der aus Albig stammende weitverzweigte Ast der Familie Trapp hat den 30jährigen Krieg jedoch nicht überstanden. Zwar wird im Morgenbuch der Gemeinde um 1670 das Trappisch Hofgut oder des Dieter Trappenhof noch genannt, der Name lebte aber nur noch in der Erinnerung und haftete noch einige Zeit an der Hofstelle, als diese längst in neuem Besitz war.

Das alte Fachwerkhaus des Trappischen Hofs, sowie die angrenzenden Wirtschaftsgebäude, wurden in ein liebevoll eingerichtetes, gemütliches Hotel mit 20 Zimmern verwandelt. Alles immer unter der Prämisse, so viel wie nur möglich an ursprünglicher und natürlicher Bausubstanz zu bewahren, ohne dabei auf zeitgemäßen Komfort/Luxus zu verzichten. So finden zum Beispiel viele der wieder aufgearbeiteten, originalen Möbel, neben modernen Stücken Platz in unseren Hotelzimmern.

Die lange unter Putz verborgenen Gefache wurden im Zuge der Sanierungsarbeiten freigelegt. So kommen nun die mit bemerkenswerten Zierelementen versehenen Fachwerkkonstruktionen und die prächtigen Schnitzereien der Eckständer nach langen Jahren wieder zum Vorschein.

Die Villa Keller

Zu diesem Wirtschaftshof gehörte früher ein Wohnhaus, das im Zuge der Villenerrichtung zusammen mit dem von Valentin Keller erworbenen Mainzer Pfortenhaus abgetragen wurde. Nur die alten, wohl aus dem 15. oder 16. Jahrhundert herrührenden Kellergewölbe sind davon noch vorhanden. Vom Mainzer Tor blieben nur einige Kanonenkugeln, die zu beiden Seiten des Torbogens als Reminiszenz an kriegerische Zeit eingemauert waren. Zwei davon sind nun über dem Südost-Erker der Villa in der Wand eingelassen.

Der nassauische Fauth – ein Beamter des Grafen von Nassau –  residierte zu Beginn des 16. Jahrhunderts in dem Anwesen  an der Mainzer Pfort. Bei einer Belagerung im Jahr 1621 brannte das Anwesen nieder und wurde nach dem 30 jährigen Krieg veräußert. Seit 1684 in den Händen der Familie von Pfuhl, waren diese noch im Jahr 1823 im Besitz des Anwesens.